Feux & Mirac
Feux und Mirac haben den Mastaplan und der trifft gepackt in zwölf Tracks direkt und unverblümt die Lauscher ihrer Fans. Wenn auch der Titel in den Ohren des einen oder anderen anmaßend klingen könnte, so spricht er im Endeffekt für eine gute Portion an Selbstvertrauen, die unsere Protagonisten auch tatkräftig an den Tag legen. So werden Miracs Raps zu Berichterstattern mit kritischem Fokus auf die Szene, die ansonsten doch nur zu oft dazu neigt, sich unreflektiert selbst zu feiern.
Der inzwischen gänzlich medial definierte Begriff “Hip Hop” mit eindeutigen Worten ins rechte Licht gerückt wird, denn: “Ma leant net vom Feanseah, ma leant vo Plottn!” Und hinter dieser Aussage steht der junge MC. Genau wie der erste Release auf DuzzDownSan, verspricht auch dieses Album wieder “Frischluft”. Und das ist kein Wunder, ist Mirac doch als MC zwischen Heads wie Polifame oder Def Ill aufgewachsen. Diese Familien-Bande manifestiert sich unter anderem im Boom Bap-Sound, von vielen als die “Golden Ära” des Hip Hop bezeichnet, wobei ein Ausflug in experimentellere Gefielde aufgrund sattelfester Technik kein Problem darstellt.
Diese Gratwanderung zwischen Innovation und dem Rootsbewusstsein spiegeln auch die Instrumentals von Feux wider, die stilbewusst zwischen Dilla und Madlib neue Ansätze und Sounds finden und hierzulande ein frisches Segment aufzeigen. Dem Vorwurf des fehlenden Kicks von hinkenden Beats in gewohnter Detroit-Manier steht der Österreicher selbstbewusst mit den Worten: “Ich sehe es viel mehr als ein innovatives Setzen neuartiger Patterns.” gegenüber. Und genau diese Patterns konnten schon auf früheren Releases, wie “21 & Ghost” in Zusammenarbeit mit Nebz Supreme punkten. Insgesamt erwarten einen auf “Masterplan” aussagekräftige Statements und eine gehörige Portion Liebe zur Technik, sowohl auf Produktions- als auch auf Seite der Lyrics.
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